Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

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streitet ferner, daß die beiderseitigen Vater ihre Criiiunlli
gung crthcilt, behauptet, das; das Ehegeköbniß mit beider
scitiger Einwilligung wieder aufgelöst sei, was Verklagte
riicht zugibt und ivitl endlich auch deshalb znm Rücktritt
berechtigt sein, weil Verklagte sich mit andern Manns-
Personen, namentlich dem Kranz V. von E. ab-
gegeben habe, was Verklagte unter Anmeldung einer In
jnrienklage bestreitet. Anlangcnd namentlich die Einwilli
gung des klägcrischen Vaters, so behauptet Verklagte un-
ter Eidcsdclation, daß Kläger seinem Vater die Verlobung
angezeigt, dieser aber nicht nur nicht kvidersprochen, son-
dern sic ausdrücklich gebilligt habe. Kläger bestreitet sol-
ches und bemerkt, sein Vater habe gehört, daß er mit der
Verklagten ein Verhältnis; angekiiüpfl, habe ihn gefragt,
ob dem so sei und da er dies eiugcräumt, erklärt, dann könne
er (Kläger) nicht auf dein Hofe bleiben, dann wiirdc er
dessen Schwester den Hof übertragen. Hierin findet Ver-
klagte ein Zngeständniß der erhaltenen, wenn auch nickt
geradezu direkten Einwilligung, wodurch der ihr zugescho
bene Eid beseitigt werde; cvcut. deferirt sic dem Klager
übrigens noch darüber den Eid, daß der Vater des Klä-
gers erklärt habe, wenn Kläger die Verklagte durchaus
haben wolle, dann habe er nichts dagegen, Kläger hal
diesen Eid acceptirt und demnächst dahin ausgeschworcn,
daß sein Vater ihn: die (Genehmigung zur Verheirathung
mit der Verklagten Gertrud R. nickt ertheilt, ihm ins
besondere nicht erklärt, das; er nichts dagegen habe, wenn
er die Getrud R. durchaus haben wolle. Rack Ablei-
stung dieses Eides und ohne auf die übrigen von Parteien
zu den bestrittenen Kragen gemackten Anführungen näher
einzugchen, erkannte die Deputation des Vaud - und Stadt-
gerichts zu Erwitte unterm 15. Dezember für Recht,
daß zwischen dem Kläger Vudwig R. und der
Verklagten (Gertrud R. ei» gültiges Ehever-

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