Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

denen, welche früher der AriegSdienflpflicht nicht unterlagen,
Entschädigung dafür, daß sie nun selbst zum Staatsschuhe
beitragen müssen, verwilligen müssen, mit anderen Worten
also jedes Unrecht prcpctuiren.
Man möge zufällig hier auch entnehmen, daß diese
von den mehrsten Mitgliedern der rechten Seite der Natio-
nalversammlung getheilten Ansichten wenigstens den Beweis
liefern, daß die Linke den Liberalismus nicht ganz und gar
zu eigen besitze.

17.
Es führt dies durch einen natürlichen Uebergang zu
der Aushebung alles Jagdrechts ohne Entschädigung durch
das Gesetz vom 31. Oktober 1848, wofür auch wir gestimmt
haben. Dies Gesetz hat manche ungünstige Beurtheilung
erfahren, und nicht immer mit Unrecht. Die Jagd war
ursprünglich Ausfluß des echten Eigenthums in Deutschland,
ging aber, da sie ohne den dem Kaiser oder Landesherr»,
als Regel zustehenden Forst- und Wildbann nicht geschützt
werden konnte, (s. Eichhorn deutsche Staats- und RechtS-
geschichte II. §. 199. 362.) häufig für dun Eigenthümer
verloren, fast überall durch Akte der Gewalt, zumal solche,
die daS echte Eigenthum der Bauern in nutzbares verwan-
delt hauen. — Schon im Bauernkriege reklamirten die
Bauern die Jagd, sie bemerkten in ihren Forderungen (Slei-
danus Beschreibung geistlicher und weltlicher Sachen, Buch
V. Blatt LV— LVII. Uebersetzung von Carlstatt) ,A)arbe-
«neben heue es keine billige Ursach, darumb ihnen verbotten
"wäre, Wildpreu, Fisch und Vögel zu sahen, noch viel we-
iniger, daß sie daS Wild an vielen Ortern auß den Aeckern
»und der Saat, so es abetzete, nicht scheuchen oder vertrei-
ben dürfften. Gon herre doch von Erschaffung der Welt
„an den Menschen Macht gegeben über alle Thier.- —
Auch im März 1848 ward in der Gegend des alten Bauern-
krieges die Jagd vom Volke wieder angefprochen, eö ging

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