Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

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und der Gläubiger später befriedigt worden. In dem ge-
dachten Vergleiche hat sich der rc. Vehme indeß sein Hvpo-
thekenrecht an den fraglichen Parzellen wegen der rückstän-
digen Zinsen und Kosten ausdrücklich reservirt.
Nachdem im Dezember 1843 jene Parzellen zur Sub-
hastaticn gestellt waren, hat der Liquidant im Kaufgelderbe-
legungsverfahren vorzugsweise Befriedigung wegen der Zin-
sen vcr dem 22. Juni 1841 und Mandatariengebühren im
Betrage von zusammen 493 Thlr. 1 Sgr. 6 Pf. verlangt.
Da die Liquidsten die Priorität nicht anerkannten, ist das
Prioritätsverfahren eingeleiret.
Im Jnstruclionätermine blieb Heinrich Kaufmann aus,
und wurde gegen denselben das gestellte Präjudiz, daß er
von seinen etwaigen Ansprüchen an die streitigen Kaufgelder
Abstand nehmen wolle, realisirt.
Die übrigen Liquidsten hielten den Anspruch auf vor-
zügliche Befriedigung hinsichtlich der Zinsen deshalb für un-
begründet, weil gesetzlich nur 2jährige Zinsenrückstände am
Orte des Kapitals lccirt werden dürften, wenn die Kaufgel-
der zur Befriedigung aller Gläubiger nicht ausreichten, die
geforderten Zinsen aber gcständlich vcr dem 22. Juni 1841
fällig gewesen wären. Liquidant meint, daß er die Zinsen-
rückstände sämmtlich fordern könne, weil er auf sein Hvpo-
thekenrecht nicht verzichtet und wiederholt Klage erhoben
habe.
Das Land- und Stadtgericht Arnsberg hat demnächst
am 2. Januar 1846 für Recht erkannt:
daß Liquidant wegen seiner Kostenforderung von
60 Thlr. 5 Sgr. 11 Pf. von allen übrigen Liqui-
danten aus den Kaufgeldern der subhastirten Par-
zellen Fl. IV. J\$ 57. 98. VIII. 113. 383. der
St. G. Stockum zu befriedigen, derselbe dagegen

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