Full text: Volume (Jg. 14 (1850))

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8. April 1823 die Gemeindelasten den bäuerlichen Wirthen
ausschließlich verbleiben sollen. Die Gerichte entschieden aber,
daß nach §. 63. eine selche Erschwerung für die zurückgeblie-
benen Bauern nicht eintreten sclle, die Last vielmehr aus die
Gutsherrschaft mit dem übernommenen bäuerlichen Boden
übergegangen. —In einem Nachträge (S.IO.)wird noch aus-
geführt, wie bisher mehrfach mit Unrecht angenommen, als
sei in §. 37. Nro. 1. Th. If. Tit. 7. A. L. R. als Satz
des gemernen Preußischen Rechts ausgesprochen, daß die
Ausbesserung der auf den Dorsseldmarken befindlichen Wege
und Brücken eigentlich den Dorfgemeinden obliege, die Guts-
herrschaften oder Rittergüter aber nicht verpflichtet wären,
daran Theil zu nehmen. Es wird bemerkt, daß in §. 37.
die Gutsherrschaft mir aic* G e r i ch t § o b r ig ke i t erscheine
von den Diensten aber erst im sechsten Abschnitt II. 7. 5.
471. 433. gebandelt werde, wo eine solche Befreiung der
Gutsherrschast keineswegs ausgesprochen. — Nun, die neue
Mt macht auch hier reine Bahn'.
Der (II.) nicht amtliche Theil enthält l. (J. 23.) die
oben schon erwähnte Entgegnung Hausmann'ö gegen
Pjeil. — Nro. 2. (T. 31.) enthält eine Erörterung von F.
darüber, welche Wirkungen bei Streitigkeiten im Auseinander-
setzungsverfahren ein, den Kläger abweisendes Urtel habe.
Mehrere Dorfbewohner hauen bei Gelegenh'eit einer Gemein-
heitstheilung Anspruch auf die Gemeindeweide gemacht, waren
damit aber rechtskräftig abgcwiesen worden; sie brachten ihr
Vieh nachträglich aber dennoch auf die Hütung, der Com-
missar untersagte ihnen dies auf das Andriugen der übrigen
Vetheiligten unter Androhung einer Geldstrafe, welche, da sie
das nicht von der Hütung zurückhielt, von der Generalcom-
mission durch Erkenntniß sestgestellt ward. Der dagegen
erhobene Rekurs ward verworfen und die Resolution darauf

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