Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

nicrs oder Behältnisses erhöbt, in allen Fällen aber
mit eisernen, nur zwei Zoll von einander stehenden
Stäben oder mit einem Dratbgitter verwahrt sein.
Der Kläger wurde in erster Instanz mit diesem An-
träge abgcwiesen, weil in dem Hause, was an der
Stelle des alten in gleicher Höbe mit diesem aufgekübrt
sei, die Zimmer so niedrig seien, daß kein Raum für
die Fenster übrig bleibe. Die jetzige Beschaffenheit der
Zimmer erlaube also eine Erhöhung der Fenster in der
beantragten Art nicht, und Kläger könne vom Verklag-
ten die kostspielige Anlage eines Umbaues nicht ver-
langen
In. zweiter Instanz wurde nach näherer Beweis-
Ausnahme der Verklagte für schuldig erkannt, die Fen-
ster um zwei Scheiben oder 1 Fuß IO3/. Zoll zuzu-
mauern, so daß also dem Verklagten nur so viel Licht
blieb, als durch die noch übrigbleibendc dritte Scheibe
dringt. Hiergegen ergriff er die Nichtigkeitsbeschwerde.
Dieselbe wurde aber zurückgewiesen aus folgenden
Gründen.
Die Gründe der zu Gunsten des Klägers theilwcis
abänderndcn Appellations-Entscheidung sind im angefoch-
tenen Urtel dahin angegeben: Der Verklagte schütze vor,
daß nach Beschaffenheit der Lokalität es die Umstände
nicht gestatten, die Fenster 6 Fuß vom Boden der Ge-
lafle anzulegen. Wenngleich sich solches nach den statt-
gebabten Ermittelungen, da namentlich die Höhe der
Gelasse nur 7 Fuß 2 Zoll betrage, als wahr bestätigt
habe, so sei es von der andern Seite unbedenklich, daß,
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