Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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beiden Seiten von seinem Grundstücke berührt wird;
allein es ergibt
1. die Lage und Ausdehnung des Weges, daß der,
selbe in viel größerer Ausdehnung die Grundstücke
des Verklagten und anderer Grundbesitzer, die nicht
im Vorprozesse ausgetreten sind, berührt
Unter diesen Umstanden läßt sich aus der Lage des
dem Kläger gehörigen Grundstücks am Wege keine Ver«
mutbung für sei» Allein - Eigenrhui» am ganzen Wege
eiitliehmcn, vielmehr ist der Weg präsumtiv resp. ein
Eigrnthnm aller angränzendcir Grundbesitzer, welche sich
desselben zum Nutzen ihrer Grundstücke resp. bedienen
dürfen, also einen gemeinschaftlichen Gebrauch davon
haben. Ter Baucrrichtcr-Wcg besteht, nach den Aus-
sagen der Zeugen, seit langer Zeit, wenigstens seit
50 Jahren, und bildet ein Ganzes. Von dem Ge-
brauche desselben konnte Kläger die Anlieger, mithin auch
den Verklagten, nur durch die qualifizirte Verjährung,
oder die Erwerbung eines Untcrsagungsrechts oder einen
sonstigen Servituten-Titel, worauf er sich aber nicht
gegründet hat, auSschlicßen. Zwar wird
2. von den Zeugen im Vorprozesse deponirt, daß in
der Gegend des Bauerhofes vor 50 Jahren ein
Schlagbaum gestanden, zu welchem der Bauer-
richter den Schlüße! gehabt habe.
Diese Zeuge», imglcichcn noch andere, versichern
aber resp., daß solcher seit 30, 40 und 45 Jahren
nicht uichr eristire und daß der Weg von Anderen zum
Fahren und Geben gebraucht worden sei, ohne Wider-
spruch des Besitzers des Bauerrichterhofts. Die frühere

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