Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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2) Pr. immem. est loco justi tituli. 3) Pr.
i,nm. est in numero praescriptionum,, ergo in
causis just.ie acquisitionis. 4) Pr. imm. est
modus probandi dominium. 5) Pr. imm. est
instar privilegii legisve specialis. Tie zweite Abthci-
lang (S. 58 — 101) stellt die Lehre der r-m. Rechts
zusammen. Tas Resultat ist in Folgendem gegeben:
„Tie unvordenkliche Zeit ist im Römilchen Recht
juris publici. Ihre eigenthümliche Äraft ist hier aus
dem Bestreben entsprungen, das strictum jus mit der
aequitas in solche» Fällen auszugletchen, die auf schma-
ler Grenze zwischen jus publicum und privatum
liegen Durch tempus immemoriale werden dem
öffentlichen Recht solche Verhältnisse einverleibt, die ibre
Analogien im Privatrecht haben. Dem aquaeductus
privatus steht der aquaeductus publicus, der
fossa privata die fossa pubüra, der via privata
(tut engsten Sinne) die via publica gegenüber. In
dem Maaße aber die Verbältuisse selbst unter sich einen
Gegensatz bilden, in demselben Maaße divergiren auch
die Requisite ihrer Entstehung und beziehnugsweiie ihres
Untergangs. Von einer Aebnli'chkeit der Verjährung
dieser privatrechtlichen Verhältnisse und der unvor-
denklichen Zeit bei öffentlichen Beziehungen kann
daher nur insofern gesprochen werden, als beide Reckts-
institute, Verjährung und unvordenkliche Zeit, Stellver-
treter anderer gesetzlicher Erfordernisse >i»d. Ter oben
angegebene charakteristische Unterschied beider, die Ver-
schiedenheit des Prinzips, das beiden Verhältnissen zu
Grunde liegt, läßt sich nicht wegleugnen. Und je
umfassender die Wirksamkeit der Veriäbrung, je beschränk-
ter die Zahl der Verhältnisse ist, in welche die unvor-
denkliche Zeit eingreift, desto eher glauben wir das auS
den singulären Gesetzesstellen, die sich auf tempus
immemoriale beziehen, gewonnene Prinzip festhalten
zu dürfen "
Tie dritte Abtheilung (im Uten Theile S. 3 — 60)
X. 2«brg. iS Hef t. 44

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