Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

auch bei Gerichten, wo das Bureaureglcment eingcführk
ist, wirklich Statt.
Wie uns Hr. Koch erzählt, beantragte der Tin-
gent deS fraglichen Gerichtes bei Einführung dcS Du-
rraureglements die Beibehaltung der Observanz, die vor»
gesetzte Behörde wies aber diesen Antrag zurück, indem
an dem in Rede stehenden Orte die Festietzung
der Diensistunden von 8 Uhr Morgens bis 3 Uhr
Nachmittags nicht zweckmäßig sei.
Diese Verfügung, deren Grund oder Ungrund uns
hier nicht imerrssirt, hat Koch's Entrüstung hcrvorge«
rufen und dem Bureandienste einen 18 Seiten lange»
Angriff und nicht weniger als fünf Anklagen zugr»
zogen.
Die „neue Ordnung" soll nämlich 1) kostspieliger,
2) hemmend für den Geschäftsbetrieb, 3) belästigend für
daS Publikum, 4) feuergefährlich wegen der Arbeit bei
Licht fein und 5) die Beamten unnörhig knechten
Außerdem erhält die preußische Justiz noch einen
Seitenhicb, daß „der Grund, wcßhalb man cs an dem
in Rede stehenden Orte nicht für zweckmäßig halte, die
Dienststunden nach Koches Vorschläge einzurichtcu, auf
dem allgemeinen Prinzip der Preußischen
Grrichtsverwaltung beruhe, daß man vermöge sei,
ncs Postens eine Sache, selbst eine Lokalsache, viele
Meilen davon besser versiehe, als verständige Leute,
welche dicht dabei stehen."
Man wird zugebci,, daß Hr. K o ch seine Spezial-
geschichten gut zu benutzen weiß

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