Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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Einkünfte der Saline sich mehrten, insbesondere die Klö-
ster, welche Eigentümer verschiedener Salinenantheile wa-
ren, in die Verleihungsnrkunden die Ausdrücke „nach geist-
lichem Meierrechte verleihen» »auf bestimmte Leiber ver-
leihen" einschwärzten, um bei neuen Verleihungen einen
hohen Weinkauf zu erpressen; daß ferner bereits einmal
ein Kloster den Versuch machte, nach Absterbcn der be-
stimmten Leiber, auf welche die Verleihung geschehen war,
den Salinenantheil von der Familie des Beliehenen zu
reclamiren und einem Dritten zu verleihen, wie jedoch
dieser Anspruch durch die Erkennlnisse des Officialat-
Gerichts zu Paderborn und der Iuristenfacultät zu Gie-
ßen im I. 180 t zurückgewicscn wurde.
Der Fiscus, welcher Nachfolger des Klosters Nord-
haüfen ist, hat diesen Versuch in Neuester Zeit erneuert,
jedoch eben so vergeblich.
Ter Erbsälzcr Joseph Gethmann in Paderborn,
dessen Vorältern Jahrhunderte lang mit einem Salinen-
antheile vom Kloster Nordhausen bestehen waren, erhielt
im I. 1796 vom Kloster Nordhausen folgende»
Meierbrref:
«Wir Herrmannns Braun Abt, B. Fccken
Prior, B. Nellner Seniores und Convent des
freien Stiftes und Gotteshauses Nordhausen Urkun-
den, und bekennen hiermit, daß wir den Herrn
Gethmann zu Paderborn und dessen Ehefrau N.
mit einem halben Kotten Salzwerk zu Salzkot-
ten, womit die Eheleute Franz Arnold Gethmann
unterm 25. Febr. 1750 mit der Vergünstigung,

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