Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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erweislich etwaö der später» Observanz Entgegenstehcn-
des entschieden ist, hatte seinen natürlichen Grnnd in
der Uiibckaiiiitschaft der im Jahre 1815 beim Gerichte
zu Dortmund ne» cingetretcncn, mit den alten Lokal»
Rechtsverhältnissen nicht gleich Anfangs bekannten Mit-
gliedern , welche erst aus Akten und von mit den Ver-
hältnissen kundigen Männern Nachrichten über diese Lokal-
rechte sich verschaffen mußten. Ihnen wegen der Mög-
lichkeit eines Regresses die Abstimmnug für ein gelten-
des Prinzip gegen ihre Ueberzeugung unterschieben zu
wollen, ist um so ungeräumter, als von Regreßfällen
gar nichts konstirt, und überhaupt ein Regreß nicht denk-
bar ist, weil das richterliche Personal sowohl beim Ge-
richte zu Dortmund, als auch beim Oberlandcsgerichte
zu Hamm nach vorheriger Sruirung der eigentlichen
Verhältnisse sich für eine Ansicht bestimmt hat, und so-
dann gerade nach dieser Bestimmung, wenn es sich nicht
regreßpflichtig machen wollte, verfahren mußte.
Dem Allen kommt noch hinzu, daß man auch bei
der Bearbeitung des Provinzialrcchts für die Grafschaft
Mark, bei welcher man voraussctzen kann, daß daS
Material dazu gehörig gesammelt und nach allen Sei-
ten geprüft worden ist, ebenfalls dahin gelangt ist, die
hier behandelte Frage dahin festzustcllen;
Sind in der Ehe die erzeugten Kinder bei Lebzeiten
ihrer beiden Eltern sämmtlich wieder verstorben, so
geht nach dem Ableben des einen Ehegatten das Ei-
genthum des ganzen gemeinschaftlichen Vermögens
beider Eheleute auf den überlebenden Ehegatten, mit

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