Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 10 (1845))

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Wochen dem ersten Kommissar der Stände ihre mo-
nita einzusenden; zur Revision dagegen scheint cs nicht
gekommen zu sein.
2m Anfänge des Jahres 1752 ließ der 24ger
Stand vorstellen:
Ta die Gerichtsordnung in Prozeßsachen zu öftern
noch angeführt werde, mithin, wenn nicht ihre Auf«
Hebung erfolge, den streitigen Partheien, besonders
von auswärtigen Urthci'lsverfassern, großen Nachkhcil
zu Wege bringen könne, so verlange er, daß die
Ordnung per 6<?cr. aufgehoben und von den Kan-
zeln solches bekannt gemacht werde
Hierauf erging unterm 10. Febr. 1752 die Reso,
lution vom Magistrate:
„Daß den A'lvocatis und Procuratoribus münd,
lich zu bedeuten, sich auf die neue Justizordnung, bis
solche vorher revidirt, nicht weiter zu beziehen."
Durch dieses im versammelten Rache erlassene Dekret
muß die RathsgerichtS- und Erortelordnung, als au-
ßer Krait gesetzt, angesehen werden Denn, wenn der
Magistrat den Sachwaltern, Advokaten und Prokura,
rcn, welche allein dir Partheien vor den richterlichen
Bebördcu damals zu vertreten hatten (§§. 1 u. 2 der
Verordn, vom 9. März 1751); es untersagte, sich fer-
ner in Rechtsangclegenheiten auf die Rathsordnung zu
beziehen, so konnte dieselbe unmöglich noch äls ein für
den Bürger geltendes Gesetz angesehen werden Sie
war förmlich su-pcndirt Man könnte hingegen den
Zweifel aufwerfen, ob die mündliche Bedeutung an die
Advokaten und Prokuratoren, sich nicht ferner auf die

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