Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 10 (1845))

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Zur Zeit des gegebenen Darlchns scbst kann niemals
sLÜc» nata sein. Denn nur die Verbindlichkeit zur
künftigen Wiedererstattung der gelicbcnen Summe wird
schon durch den Empfang des Darlehns brgründer
(dies cedil); der Tag aber, an welchem diese
Wiedererstattung gefordert werden kann (dies venit),
wird entweder' durch förmlichen schriftlichen Vertrag
oder durch gesetzliche Vorschrift bestimmt. Und zwar
ist dieser dies nicht — wie nach römischem Recht als
Regel anzunehmen ist (Mühlenbruch §. 339) —
nur zum Besten des Schuldners bestimmt, sondern,
wenigstens km Falle der vertragsmäßigen Kündigungs«
frist, auch im Interesse des Gläubigers, welcher bis
zum bestimmten Zählungstage für die rentbare Wie«
deranlegung zu sörgen Zeit haben und die Gefahr der
Aufbewahrung des Geldes zu tragen nicht schuldig
sein soll. Jener Tag ist nun entweder
1. ein an sich bestimmter Zahlnngstag,
oder
.2. ei»solcher, welcher bestimmt wird, entweder
a, durch die von dem Gläubiger resp. dem
. Schuldner wirklich geschehene Kündigung
! und -
b. die von dem Tage der Bekanntmachung oder
Lehändkgung (Jnsinuatiou) der Kündigung an
' 'laufende vertragsmäßige oder gesetzliche Kün«
" digungsfrist.
§§{. 727 — 729, 730. Nr. 5. §§/757, 758,761,
. 762, 764/ 765. Lit. 11.)

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