Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 10 (1845))

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u Note 1). Es fragt sich deshalb, ob nicht etwa die
gestrichene specielle Bestimmung in anderen allijemeinen
disponircnden Stellen als Folgesatz enthalten sei?
Diese Frage glaube ich bejahen zu müssen.
Nach § 516. Tit. 9 kann gegen den, welcher sein
Recht zu gebrauchen oder zu verfolgen gehindert worden,
keine Art der Verjährung anfangen.
Der Sinn dieser Stelle geht dahin, daß die Un»
Möglichkeit zu klagen in jedem Falle, mag sie nun in
juristischen oder in thatsächlichcn Hindernisse» beruhen
(§§. 517, 528 u. 529), den Anfang auch der Ver-
jährung durch Nichtgebranch ausschließt, so daß die
§§. 516 u. 517 sowohl die Regel: actioni nondum
natae non praescribitur, als die Regel: agere non
valenti non currit praescriptio, und zwar die
letztere in erweiterter Anwendung umfasicn (Bornemann
S. 56. Note 1). Dabei ist zu bemerken, daß gerade
Rave, dessen Buch: de praescriptionibus auf die
Bestimmungen des Allg Landr. über die Verjährung
einen so großen Einfluß grübt hat, der von v. Sa-
vigny vertheidigte Ansicht ist (v. S-avigny S. 265
Note a. S. 296. Note 1. S. 347 u. 348 Note!».).
Der hier anzmvendende Grundsatz ist enthalten im
5, 545. Tit. 9: . ,, , .
„Gegen andere Rechte (cf. §. 553> fängt die Ver-
jährung au dem Tage an, wo die Erfüllung
der Verbindlichkeit zuerst gefordert werden konnte."
Wenden wir diesen Grundsatz auf den Fäll eines
auf Kündigung ausstehenden Darlehns au, so ergibt sich:
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