Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 10 (1845))

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fri'st keine Verjährung aufängt (cf. fr. 12, 65. 112.
D„ de re<r. jur. 59. 17), sondern auch erwiesene
Hindernisse der Kündigung selbst den Anfang der Ver-
jährung hcuiinen müssen.
Tie vorgctragene Anstcht rechtfertigt sich auch durch
die Präsumtion der Tilgung desjenigen Rechts, welches
durch die Klage vc> folgt werden soll, welche man als
einen der Gründe der Einfübrung der Klagcnvrrjährung
angibt (v. Savigny V. S. 268 u. 269), und nur
unter Voraussetzung der Richtigkeit derselben ist es mög,
lkch, zu einer konsequenten, silbern und ungezwungenen
Entscheidung über den Anfang der Verjährung der ein-
zelnen Klagen zu gelangen (cf. v. Savigny V. S.
283 u. s. Vangerow S. 169 Anm. Rr. 2. uad
Nr. 3. Ut. a. b. c. u. e. a. E.)
B. Dagegen halte ich nach den Grundsätzen des
Allg. Landr. die von v. Savigny vcrtheidigte Ansicht
für die richtige.
Das Allg. Landr. kennt die Klagenvcrjährung als
ein allgemeines Rechtsinstitut nickt, sondern nur einen
Verlust des Rechts dnrck Nicktgebrauck, von welchem
der Verlust der mit dem Neckt verbundenen Klage eine
notbwcndige Folge ist (§§. 501, 502, 504, 508, 509,
511, 535, 568. Tit. 9. §. 756. Tit. 11. Borne-
mann Preuß. Civilreckt 2. Ansg. S. 49, 52, 55 u.
Note 2. — v. Savigny V. S. 346 « 406).
Tie Wirkung der vollendeten Verjährung durch Nicht-
gebrauch besteht in der rechtlichen Vcrmuthung, daß die
rbemals entstandene Verbindlichkeit in der Zwischenzeit
auf die eine oder die andere Art gehoben wor«
X, Iahrg. 54 Hnk. 24

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