Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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dasselbe den Gerichtsrath von R. zuvor noch hatte »er*
nehmen lassen, änderte unter'm 10. Dec. 1842 das
.'rste Erkenntniß, und wies die Klägerin ab. Ter Ap'
pellan'onsrichter glaubte der Ausführung, daß die §.§.
^'4 u. 25. a. a O. ein Wissen durch die eignen Sinne
voraussetzen, nicht bcipflichten zu können. Der §. 15.
Tit 7. Thl. I. A L. R., heißt es, verordnet:
"Wer schon zur Zeit der Erwerbung des Besitzes,
bei Anwendung eines gewöhnlichen Grades von Aufmerk-
samkeit, Ursache hatte, an der Gültigkeit seines Besitz*
titrls zu zweifeln, und sich dennoch ohne weitere Unter-
suchung den Besitz zucignet, der wird bei einer in der
Folge sich veroffenbarenden Unrechtmäßigkeit desselben
einem unredlichen Besitzer gleich geachtet." Tie mala
fides der Intervenienti» war hiernach vorhanden, sobald
sie überhaupt von dem Vorhandensein des älter» Titels
Kenntniß erhielt, und in dieser Beziehung steht ihren
Ansprüchen die amtseidliche Versicherung des Gerichts,
Raths v. R. entgegen, welcher aussagt, daß er am 1-
Febr. 1841. den Eheleuten Casp. Ticdr. Sundhvff
mündlich eröffnet habe, daß ihm bereits ein Privatver-
trag zum Durchlesen eingehändigt sei, wonach der C. D.
Sund ho ff sein gesammtes Vermögen seinem Bruder
Ticdr. Heinr. Sundhoff übertragen habe, daß also
Casp. Diedr. Sundhoff nicht nochmals einem Andern
das bereits übertragene Vermögen übereigne» könne.
Diese Aussage auch nur eines Zeugen war nach §. 203'
Nro. 2. Tit. 10. und §- 10. Nro. 6. Tit. 13. der
Prozeßordnung vollkommen beweisend. Tie Jntervenien,
tin hat hiernach im Sinne des §. 24- 25. 1. c. drn

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