Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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Manne, nicht dcm früher» Eigenthümer, indem nur die
Mittelsperson, nicht aber der.frühere Eigenthümer die
verwendete Sache, wenn sie im Vermögen des Bereit
chcrtcn noch unverwendet eristirte, würde vindiciren kön-
nen; der in den Händen des Bereicherten noch eristi-
kcnde Werth gebührt aber nach dem Princip eben dem,
welchem auch die Sache gebührt. Wenn z. B A. dem
B. einen Baum verkauft, welchen B. beim Neubau
für 6. verwendet, so kann A. nicht aus der Derwen-
dung gegen 6. klagen, weil der Baum vor der Ver-
wendung in das Vermögen des B. übergegangen ist;
ferner, wenn A. einen Baum zum Aufbau des dcm
B. gehörigen Hauses verwendet, und B. verkauft das
Haus an C., so kann A. nicht aus der Verwendung
gegen C. klagen, denn C. hat die Verbesserung nicht
aus dem Vermögen des A., sondern des B. §. 257
cit. Von dieser Regel gibt es nur eine durchaus
inkonsequente Ausnahme, § 276. Thl. 1. Tir. 13:
Der eine verbesserte Sache unentgeldlich erwirbt,
haftet aus der Verwendung. Diese Ausnahme führt zu
dcm Resultate, daß der Verwender zwei Solidarschuld,
«er erhält, die gegen einander keinen Regreß haben.
Denn nämlich in dem lctztgrdachtcn Falle der B. dcm
C. das Haus nicht verkauft, sondern schenkt, so kann
A, sowohl den B. als den C, wegen der Verwendung
belangen, und sowenig B. als C. haben, wenn sie ver-
urtheilt werden, gegen einander einen Regreß. Es fragt
sich nun aber, ob gegen denjenigen die Klage aus der
Verwendung stattsindct, welcher die Sache zwar unent-
geldlich an sich gebracht hat, aber von einem solchen

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