Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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de in rem verso, als einer actio adjectitiae qua-
litatis, welche auf einem Kontrakt mit einer unter der
potestas befindlichen^Person fundirt sein muß, ist hier
keine Spur mehr zu finden. Von Verträgen mit Skla«
vcn kann nach Preuß. Recht ohnehin nicht mehr die
Rede sei». Tie Verträge der Hauskinder haben aber
für den Vater keine ekgcnthümliche Wirkung mehr, in,
dem der §.' 126. A. L. R- Thl. H. Tit. 2 bestimmt:
„Nur insofern- als Jemand überhaupt durch die Hand«
lung eines dritten vermöge seines Auftrags, seiner Ge»
liehmigung. oder einer in seinem Nutzen erfolgten Ver-
wendung verpflichtet wird, kamt auch ein Vater durch
die Ha»dlungen seiner Kinder verpflichtet -werden" —
Zwar hat - auch nach Preuß. Rechte derjenige^ welcher
dem Hauskinde zur Bestreitung seiner- Bedürfnisse Etwas
gelben, unter- Umstünden gegen den Vater eine Klage
a,s der Verwendung, allein hierbei waltet nicht, wie
m Römischen Recht, der Gesichtspunkt ob, daß das
Kind durch die eigene Ernährung negotia patris ge-
reris diesen reicher gemacht habe, vielmehr beruht hier
die Klage auf der Voraussetzung, daß der Geher eine
.Ausgabe für den Vater bestritten und sonach daS Ge-
gebene in dessen Nutzen verwendet hat. Uebrigens gilt
nach Preuß. Rechte nur das unbedingt für nützlich ver-
wendet, was einem außer dem väterlichen Hause leben-
den Kinde zur Bestreitung der nothwendigsteu und drin-
gendsten Bedürfnisse gegeben ist. A L- R. Thl. U.
Tit. 2. §. 129. Was zur Bestreitung anderer Be-
dürfnisse gegeben ist, gilt nur insoweit für nützlich
verwendet, als das Kind nicht Gelegenheit gehabt
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