Full text: Volume (Jg. 10 (1845))

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Auf den Grund dieser Stelle könnte man die Kla-
gcbefugnl'ß des Einzelnen aus einem gedoppelten Grunde
beanstanden wollen, einmal, weil das Koppeljagdrecht
ein gemeinschaftliches genannt wird, sodann we-
gen des Ausdrucks "Gesammtjagd," da bei diesem
die Rcslerion fast nnabweislkch an den Begriff der deut-
schen ,'Gesammtrcchtc" anstrei'st. Es kann nun aber
zunächst gegen diese beiden Instanzen geltend
gemacht werden, daß im §. 166 die Ausübung des
Rechts der Koppcljagd (wie der Mitjagd — hier der Vor-
behalten«! Beweis—) jedem für seine Person und ohne
Concurrenz seiner Mitgenosscn gestattet wird, woraus
folgerecht zu schließen sein wird, daß auch jedem für
sich die gerichtliche Vertheidigung gegen unbefligte Ein-
griffe gestattet sein muffe.
2m Einzelnen mag aber bemerkt werden:
für's Erste, daß der Ausdruck: "gemeinschaftlich"
in §. 165, deutlicher noch der §. 49. Tit. 43 der
P. O. auf die Vorschriften von Miteigenthum
hiuweiset, daß aber nach §. 4. Thl. I. Tit. 17.
«das Recht eines jeden Theilhabers auf die ge-
meinschaftliche Sache (L. R. I. 2, §. 1. sqq.
Entw. II. 14 §. 1.) zum besonder» Eigen-
thum desselben gehört," mithin abermals auch der
besonder« Vertheidigung fähig erscheinen muffe.
Zweitens: Hiernach könnte man für den Ausdruck
„Gesammtjagd» den Ausdruck "Mitjagd", wie für
den letzteren den Ausdruck "Veijagd" zur Bezeich-
nung des Gegenstandes angemessener erachten wol.

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