Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 10 (1845))

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reits mit Tode abgegangrn, sondern auch die Klä-
ger-Mutter, wenn sie überhaupt vermöge ihrer
Geburt ein Erb- und Successionsrecht an der
Stätte hatte, war desselben durch ihre Freilassung
1798 nach Vorschrift der Eig.-Ordn. Thl. IV.
Tit. 3. §. 4 unwiderruflich verlustig gegangen. Sie
hatte und konnte daher kein Erb- und Succcssions-
recht bei Emankrung der fremden Gesetze an der
Stätte haben. Ob der mahljährige Besitzer der
Heithorns-Stätte, der Lütke Wentrup, Ko-
lonatsrechte an dem Heithorns-Kolonat hatte
erscheint hiebei vorläufig ganz gleichgültig, da es
lediglich darauf ankommt:
ob der Kläger-Mutter ein Erb, und Succes-
siousrccht bei Erscheinung der fremden Gesetze
zustand? da hierdurch allein die gegenwärtige
Klage begründet werden kann.. Denn spätere
Gesetze legen ihr ein solches Successionsrecht
nirgends bei.
Die gegenseitige, durch obige Ausführung wider
legte Folgerung beruht wesentlich auf einer Ver-
wechselung derjenigen Folgen, welche durch Auf-
hebung der Leibeigenschaft für die bei Aufhebung
derselben im Besitz der Stätten sich befindenden
Leibeigenen und deren leibeigene Kinder eingetretcn
find, mit den unter der Herrschaft der Eig.-Ord-
nung bezüglich auf die Stätte einmal festgeordneten
Rechtszuständcn derjenigen Glieder der leibeigenen
Familie, welche deren Vorschriften zufolge ihres
Erb- und Successionsrechts verlustig gegangen wa-

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