Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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daß der entferntere Descendent, unbedingt an die Stelle
deS, zwischen ihm und dem Verstorbenen, beim Anfalle
der Erbschaft gestandenen, aber vor Erwerbung derselben
gestorbenen, Ascendenten trkt, so daß es hier keines Trans-
Missionrechts bedarf und ein jus accrescendi für die
übrigen Descendenten, welches in solchem Falle dem gr-
meinen Rechte bekannt ist, 20) mental eintreten kann.
Sodann setzr der §. 18. fest, Geschwisterkinder sollen bei
Erbfällen die Stelle ihrer Eltern so vertreten, als ob
diese bei dem Anfalle der Erbschaft ihrer (der Eltern)
Geschwister, noch im Leben gewesen wären; welches mit
den Vorschriften der gemeinen Jntestatsuccession in der
zweiten Klasse zusammenfallt; wo auch Ascendenten, voll-
bärtige Geschwister und deren Kinder zusammen erben.
Zwar könnte man, weil das- Statut die Geschwisterkinder
ihren Eltern so gleich setzt, als ob diese noch im Leben
wären, annehmen wollen, daß bei Dertheilung der Erb-
schaft in dieser Klasse, den Geschwisterkindern stets eine
Virilportkon zufalle, wie ihren Eltern. Allein da das
Statut nur sagt: pueri illa bona recipere vale-
bunt sicut illorum parentes, si adhuc vivi
fuissent et essent, so muß doch richtiger angenommen
werden, die Kinder sollen das haben, was ihre Eltern
empfangen haben würden, wenn sie noch ant Leben ge-
wesen wären; also eine Virilportkon der Eltern als
Stammtheil, wenn sie mit Ascendenten oder Geschwistern
erben. Sind dagegen nur Geschwisterkinder vorhanden.

*

2°) Thibaut Pandecten. §. 683.

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