Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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nach seinem Tode die Fra» die gleiche Dispositionbe-
fugniß überkömmt; im Uebrkgen aber bei dem Todesfälle
cincs Ehegatten, die- Kinder so lange anstatt desselben,
die Gemeinschaft' des Vermögens mit dem überlebenden
Gatten sortsetzen, bis sie durch gesetzliche Theilung oder
Abschichtung ausscheiden; wenn aber die Ehe darum kin-
derlos, weil die darin erzeugten Kinder wieder verstorben
sind, daß dann der überlebende Ehegatte alleiniger Erbe
de«; Verstorbenen bleibt; wenn hingegen die Ehe niemal
mit Kindern gesegnet gewesen, der überlebende Ehegatte
verbunden ist, den Blutvcrwandten des verstorbenen Gat-
ten, die. von diesem nachgelassenen Grnndgüterim Felde,
wovon er alsdann nur den' lebenslänglichen Nießbrauch
hat, bei seinem Tode.hinwieder zu überlassen.
Diesem .Begriff -zufolge, finden nur einzelne Ab-
weichungen von der Nüdener Gütergemeinschaft in Brilon
statt,, so. wie sich auch daraus, sowohl, als aus der Ge-
schichte . beider Statutarrechtk/namentlich auö den ersten
urkundlichen Bcwidmungen mit denselben z. B. der von
1220 für Medebach-") mit Briloncr und Rüdener
Rechte ergiebt, daß ursprünglich beide Statntarrcchte auf
derselben Basis beruhen und deshalb Abweichungen nur
da. angenommen werden dürfen, wo sie durch das Statut
unh Weisthümer ausdrücklich gegeben sind. Es wird
deshalb kn-der. Regel um so nvthwrndiger auf die. Be-
stimmmungcn des Rüdener StatutarrcchtS zurückgegangen
werden müssen, weil diese grvßtentheils auf Grund-
sätzen, die aus der Natur der Sache, dem gemeinen
“) Urkundenbuch Bd. 1.,N. 1S7.

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