Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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fahrdring der nachstehenden Gläubiger vor, die Mrnacb-
lassignng desselben muß sie dagegen zur unausbleiblichen
Folge haben. Es folgt aber ferner von selbst, daß der,
oder die Cctsionarien des, oder der Gutscigenthümer, zu
Gunsten derer über das vorstehend bezeichnete Maaß
hinaus dispom'rt seyn möchte, durch Berufung auf den
Glauben des Hypothekcnbuchs ihren ungerechte» An«
spruch gegen die spateren Gläubiger, bei richtiger Wür-
digung des Verhältnisses, nicht durchsetzen können. Denn
der Glaube des Hypothekcnbuchs schützt nicht Rechts«
irrthümer, die Jemand aus seinem factischen Inhalte
ableiten möchte.
Dies fuhrt aber zu dem Resultate, daß die Schwie-
rigkeit einer richtigen Beurthcilnng dieser Verhältnisse
nicht in den Beziehungen der Gutsbesitzer zu den späteren
Gläubigern allein, sondern vorzugsweise in den recht-
lichen Beziehungen der mehreren etwaigen Gutseigcnthü«
mer unter einander, und namentlich in der Frage
liegt:
welches Maaß von Befugnissen in Betreff der eon«
solidirten Correalhypothek jedem dieser mehreren Guts-
besitzer zuzucrkcnnen sey?
Um diese Frage angemessen zu beantworten, müssen
die Befugnisse der Einzelnen eben so sehr in ihren
Selbstständigkeit als in ihrem Zusammenhänge aufgefaßt
werden.
Die Dispositionsbefugniß des, oder der Eigenthümer
der mehreren solidarisch haftenden Güter über die con-
svlidirte Correalhypothek hat, wie gezeigt, ihre feste quan-
titative Begräuzung darin, daß die Summe dieser Hypothek:

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