Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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nach pflichtmäßigem Ermessen wahrzu-
nehmen hat, ohne daß jedoch die Ein-
leitung einer förmlichen Kuratel er-
folgt. .
Während im §. 3. Ht, d. von dem Falle die Rede
war, wenn die Parthei sich im Auslande an einem Orte
befindet, wohin rekommandkrte Zusendungen durch die Post
statt finden, ist hier von dem entgegengesetzten Falle die
Rede. Hat in diesem die Parthei einen Stellvertreter
bestellt, so genügt die Insinuation an diesen. Hat sie
aber keinen Stellvertreter bestellt, so wird ihr ein „Man-
datar von Amtswegen zugeordnet," an welchen dann die
Insinuation eben so, wie an die sub lit. a. erwähnten
gesetzlichen Stellvertreter genügt. Dieser „Mandatar von
Amtswegen" soll gleich einem Kurator nach §. 1003.
Tit. 18. Thl. II. A. L. R. die Gerechtsame der Par,
thei wahrnehmen, und mithin hauptsächlich dafür sorgen,
daß der entfernten Parthei dies Erkenntnkß rc. zugebracht
und daß der Prozeß in ihrem Interesse gehörig betrieben
werde. (§. 1004 Ib.) Da er aber kein eigentlicher
Kurator ist, sondern nur die Rechte und Pflichten eines
für entfernte Interessenten bestellten Kurators haben soll,
so cessirt die gewöhnliche Verpflichtung desselben durch ,
Eid und auch alle gerichtliche Aufsicht über ihn, (denn
die Einleitung einer förmlichen Kuratel soll nicht er-
folgen).
Durch diese Bestimmung hat der §. 42. der In-
struction vom 14. Juli 1833 eine wesentliche Abän-
derung erlitten, wonach, wenn die Zusendung durch die
Post in das Ausland an einen Ott geschah, wohin .

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