Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

376

2.
Weder bei Emanirung des §. 52. des Anhanges,
noch der Declaration vom 3. April 1824 war es die
Absicht, die im A. L. R. und der Hyp. O. niederge-
legte Theorie des Hypothekenknsti'tuts zu ändern. Matt
wollte nur suppletorische und declaratorische, keine dero-
gatorksche Bestimmungen erlassen. Dieser Gesichtspunkt
muß bei Würdigung der fraglichen Gesetze festgehalten
werden.
Wenn nun Herr re. Koch behauptet, daß nach ge-
meinem preuß. Rechte die persönliche Forderung nicht
nothwendig mit dem Hypothckenrcchte verbunden sey, daß
es fortdauern könne, während jene aufhört, ja daß
die Personalforderung von Anfang gänzlich fehlen
könne,") so stimmt dem zwar ein neueres Rescript
bek,'^) aber es steht diese Behauptung im direktesten

,7) Koch a. a. S. p. 95.
'*) Zahrb. Bd. 50. p. 168—177. Di» Worte dieses Reskripts
lauten: „Dar Hypothekenrecht kann untergeben, und die
persönliche Förderung fortdauern, §. 524. Tit. 20. Thl. l«
A.L.R."— (Das hat allerdings noch Niemand bezweifelt!)
— „Eben so kann aber auch die persönliche
Verpflichtung erlöschen, z. B. dadurch, daß der
persönlich Verpflichtete in ConcurS verfallen ist, und der
Gläubiger sich hat präcludiren lassen, oder nicht zur Per-
reptjon gekommen ist, oder durch.Entsagung, und der
EigenthLmer derForderung behält unbedenk-
lich da« Recht sich an daS verpfändete Gut zu

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