Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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©te beweis't vielmehr, daß die Rechtsfrage, die in ihnen
entschieden wurde, ihren Ursprung hat in der Eigenthiim-.
lichkeit unseres Hypothekeninsiitus, und daß die Gestalt,
unter welcher der, durch sie eingeführte Rechtssatz geltend
gemacht wurde, sich bildete aus den Formen unserer
Hypothekenverfassnng. Materiell liegt der Ausgangs«
Punkt dieses Satzes kn den §§. 22. und 24. Tit. 20.
^hl. .des. A. L. N., welche deshalb auch schon in dem
Gutachten vom 10 Juli 1802 hervorgehoben, und aus
ihnen ganz richtig gefolgert wurde, daß beim Erlöschen
eines bevorzugten Hypothekenrechts die nachstehenden
Gläubiger kein Recht des Aufrückens, d. h. kein
Recht auf dasjenige Quantum des Gutöwerthes erworben
haben, welches die bevorzugte Hypothek ihnen vorweg-
nahm. Hieraus folgt an und für sich von selbst, daß
mit dem Aufhören der Rechte des bevorzugten Gläubigers
die Disposition über dieses Quantum des Gutswerthes
niemand Anderem, als dem Eigenthümer, jur« dominii,
anheim fallen kann. Formell dagegen schloß diese Le-
gislatur sich an den §. 522. Tit. 20. Thl. I. dis
A. L. R und den §. 241. Tit. 2. der Hypi O. au,
in welchen^ in einem gewissen Fälle, "zur Aufrechthaltung
des Glaubens..desHypothekeubuches,..ei» erloschenes
Hypvthekenrccht als fortdauernd fingirt wird.
Dies vorausgeschickt, wollen wer -jetzt sehen, ob der
dogmatische Inhalt der Theorie des Herrn Koch
sich m sich sil'bst, und vor der Theorie des A'"L. R.
rechtfertige. ^ . . ' .. ,

v.

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