Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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hierdurch dem Gutsbesitzer zurückgegebeuen Dispositionen
offenbart. Fragt man nämlich, was den Inhalt die-
ses Rechts ausmache, so besteht er in der Befugniß über
das, jetzt vacant gewordene Quantum des Gutswerthes
zu verfügen, welches durch die Größe der getilgten
Hypothek, und durch deren Stelle oder Vorzugsrecht
bestimmt wird, und welches, weil es das Objekt deS
erloschenen bevorzugten HypothekenrechtS
bildete, den Rechten der nachstehenden Pfandgläubiger
nicht unterworfen ist.
Ich hebe diesen, an einem anderen Orte von mir
ausführlich behandelten Gesichtspunkt ') hier kurz hervor,
weil nur unter ihm sich die fraglichen Gesetze von selbst
als organisches Glied in unser Rechtssystem einordnen,
und weil nur seine consequente Durchführung der An-
wendung dieser Vorschriften eine feste Basis zu geben
vermag. Später hat Herr Ober-Landesgerichts-Rath
Koch eine andere Theorie verthcidigt, 1 2) deren Prüfung
hier unternommen werden soll.
Herr re. Koch leitet seine Theorie durch die —
gewiß richtige3) — Bemerkung ein: „daß ^iach römischen
Rechtsansichten sich die Sache juristisch nicht erklären

1) Meine Schrift: Die.Hppothek de« Eigenthümers. Arns.
berg, 18Z6.
2) Die Lehre vom tlebergange der Forderungsrechte, Breslau
1837, und Juristische Wochenschrift Jahrg. >836 Nr. 63.
Daß dies von mir nicht verkannt worden, darüber rer,
weise ich auf meine angeführt« Schrift p. 25—28.
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