Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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weg. Eben daher ist eine einseitige Disposition der
Ehegatten über das Gesammtgut undenkbar; wie schon
km §. 13. bei der Rüdener Gütergemeinschaft ausein-
andergesetzt worden. Uebrigens versteht sich von selbst,
dqß hier nur von Dispositionen über das Gesammt-
gut die Rede ist und folglich über etwaiges Sondergut,
auch einseitig gültig disponkrt werden kann.
Die Bestimmungen der Rüdener Gütergemeinschaft,
über die Wirkungen derselben, nach Auflösung einer
kinderlosen'Ehe durch den Tod kn §. 14. IS und lö.22)
behalten im Ganzen auch zu Hkrschberg ihre Anwend-
barkeit, jedoch fällt die Lehre von den Ansprüchen der
Blutverwandten auf die statutarische Quart ganz aus.
Es., behalt vielmehr der überlebende Gatte das Gesammt-
gut,. als. ausschließlicher Eigenthümer und als Erbe des
verstorbenen Gatten, ohne den Blutverwandten desselben
irgend , etwas davon Herausgaben zu müssen, wenn diese
nicht etwa einen Pflichtteil zu fordern haben. Dieser
Pflichtteil wird auch, hier nach den Vorschriften des
gemeinen. Rechts-berechnet,; .Er kann jedoch nur solchen
Drjcendrnten.. zukommen,. welche als solche-Erbrechte auf
den Nachlaß des verstorbenen Gatten haben, ohne .aus
derjenigen Ehe abzustammen, von deren Gütergemeinschaft
die- Rede ist.
-Da nemb'chr das. einmal- itt die Gütergemeinschaft
gebrachte Vermögen nach Hirschbcrger Rechte, aus der-
selben nicht einmal theilweise an die gesetzlichen Jntestat-

N. Archiv I. E. 602.

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