Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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verwaltete die Erzbischöfliche Jurisdiction, als churfürst-
licher Erbrichter, in seinem Bezirke; zu Hovestadt war
ebenfalls ein besonderer Patrimonialrichtcr. Bei der
Hessischen Aemter- Organisation im Jahre 1807 wurde
der Erbrichtcr zum Justizamtmann ernannt und Hove-
stadt als Patrimonialgericht, dem Justizamtc Oesting-
hausen einverlcibt.
Tie Rechte der Soester Hofhörigen, sind schon in
den ältesten Zeiten von den Erzbischöfen von Eöln, sorg-
fältig bestimmt worden; insbesondere 1134 von Erz-
bischof Bruno und 1186 von Erzbischof Philipp.^)
Diese Rechte geboren jedoch nicht in den Bereich unserer
Darstellung. Die statutarischen Rechte der Stadt Soest,
zuerst gesammelt um 1120,2 3 4) haben sich nie auf die
Orte der Börde, auf die Landgemeinden der Villication,
mitcrstrcckt. Es ist deshalb im Anitc Oestinghausen nie-
mals ein statutarisches Recht zur Anwendung gekommen.
Es gilt in dem Bereiche desselben nur gemeines Recht.
V Amt Erwitte.
Das Amt Erwitte besteht ebenfalls blos aus
Laudgeme «den, die wohl besondere Hofrechte hatten, wie
z. B. Bcktinghausen, wofür Erzbischof Philipp
1186 einen Vergleich zwischen dem Kloster Linsborn
und dem Erbvogte Ritter Adolf von Bettinghauscn, über
die Rechte der Hofhörigcn vermittelte/) allein Statutar-

2> Sei bertz Urkundenbuch Bd. i. Nr. 90.
3) Seibertz a. a. O. Nr. 42.
4) Seibertz a. a. O. Nr. 9».

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