Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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ausscheidet, indem er alsdann ebenfalls zur Auskchrung
der einen Vermögcnshälfte an die nächsten Anverwandten
und Erben des zuerst verstorbenen Ehegatten, die in die-
ser Beziehung doch vor leiblichen Kindern keinen Vorzug
haben können, vor einer zweiten Heirath oder seinem
Tode nicht angehalten werde» kann. Eben so unzweifel-
haft aber erscheint es auch, daß, wenn namentlich im
letzter» Falle diese Anverwandten ihren Anspruch auf die
gesagte Hälfte erst nach dem Abstcrben des überlebenden
Ehegatten geltend machen, sie damit nicht durch den
Einwand der Verjährung, wenn die diesfälligc Frist,
vom Todestage des erstverstorbenen Ehegatten, als ihres
Erblassers, angerechnet, auch wirklich schon abgelaufen
seyn sollte, abgewiesen werden können.
Einsender dieses kann hierbei schließlich nicht den
Wunsch unterdrücken, wie es für die Provinzialgesetz«
gebung, besonders in der jetzigen Zeit ihrer Wiederge-
burt, wo dieselbe zugleich der kn der Hauptstadt nieder-
gesetzten Kommission zur allgemeinen Revision der Gesetz-
gebung zur Hauptaufgabe gestellt worden ist, von großem
Nutzen wäre, wenn dergleichen Materialien zu derselbm,
zumal solche für die meisten Landcsthcile Westfalens noch
sehr unvollständig und mangelhaft sind, so viel wie mög-
lich, veröffentlicht würden. Man braucht in dieser Be-
ziehung namentlich nur auf den, in „Kamptz Jahr-
büchern, Bd 16, S. 115" abgedruckte» „Entwurf
eines Statutarrechts der Stadt und Grafschaft Dort-
mund" zu verweisen; indem derselbe, wie es jetzt allgemein
bekannt, lediglich aus den Gutachten von vier, kn der

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