Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

291

verboten, thun dürfe, festhalten muß. Das Interesse des
Jagdberechtkgte» scheint wirklich nicht so stark, daß man
wegen möglicher Beeinträchtigungen desselben dem
Eigentbümer — oder, was gleich gilt, dem ihn hier
vertretenden Beamten — den wirksamen Schutz seines
EkgenthumS peremtorisch verwehren müsse, welcher
Schutz ein wenigstens eben so wichtiges und nach Um-
ständen ein weit wichtigeres Interesse, als das des Jagd-
berechtigten scyn kann, wie auch der Gesetzgeber durch
die Gesetze vom 31. März 1837 anerkannt hat.
In diesem Sinne hat sich denn auch die unten ab-
gedruckte Allerhöchste CabinetS«Ordre- vom 20. Scptbr.
1831 ausgesprochen. Ein Gutsbesitzer hatte in einem
dem Fiskus aus einer Markentheilung zngefallcnen
Walde die ausschließliche Jagdgerechtkgkeit und wollte nun
den Königlichen Forstbeamten auf Grund deS §. 318.
Ä. L. R. I. 20. das Betreten des Waldes mit Jagd-
gewehren untersagen. Die angeführte Cabinets-Ordre
wies ihn aber damit ab, legte den §. 318. so, wie wir
eben versucht, aus. Damit wird demt wohl die Con-
troverse bis zur Revision der Gesetzgebung abgethan seyn,
da man natürlich nicht voraussetzen kann, daß in jener
Cabinets-Ordre blos den Königlichen Forstbeamten ein
besonderes Privileg gegeben, sie vielmehr einen allgemei-
nen Grundsatz ausspricht. ,
Cabinets-Ordre.
Aus dem Berichte, den Mir der Fknanz-Minister
auf Ihre Beschwerde über das Tragen des Schießge-
wehrs von Seiten des Domainen-Försters erstattet hat,

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer