Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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und es liegt dieses zu sehr kn der Natur der Sache, als
daß man der von dem ersten Richter vertheidigten, in
ihrer Ausführung offenbar ungerechten, Ansicht der Ap,
pellaten huldigen könnte. In dem vorliegenden Falle,
wo bei einer grammatischen Auslegung des Statuts
Zweifel übrig bleiben, indem von Vererbung der Schul-
den bei unbeerbter Ehe nichts erwähnt worden ist, muß
durchaus mit Rücksicht auf den Geist des Statuts lo-
gisch interpretirt werden.
L. 12. Dig. de leg. (1. 3.)
L 6. §. 1. Dig. de V. S. (50. 16.)
Thkbaut, Pandekten §. 44.
Der Geist des Statuts aber geht nach §. 4.
Cap IV. offenbar dahin, daß hinsichtlich der Schulden
nach Maaßgabe des einem überlebenden Ehegatten an-
hekmfallen'oen Vermögens getheilt werden müsse, und eS
muß auch die dieserhalb kn § 1. Cap. IV. des Statut-
fehlende, Bestimmung mit Rücksicht auf den §. 4. Cap. IV.
supplirt werden.
L. 12. Dig. de leg. (1. 3.)
Thibaut, cit. §. 49..
' "Nur der ursächliche Zusammenhang der Schulden
-mit dem beivegllchen Vermögen kann hier den Ansschlag
'geben, wie'dieses' auch" im"" •“*** '7 ,
Trierschen Landrecht Ä't. VI. §. 24. 25.,
ferner in der
Nassauischen LandesÄrdnung Thl. IV. Cap. 6. §. 1.
f.Capi i. §. % Cap7 l'0.' §. '2?
' und vielem andern Prövinzial-Rechten angenommen wird,
vergleiche " auch..

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