Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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der Mann oder Vater von seinen Eltern oder sonst
woher ererbt, geschenkt bekommen, von seinem Srbgute
während der Ehe ertauscht, oder sonst aus dem Sei-
nigen an sich gebracht, kngleichen väterliche Schul--
den, welche derselbe von seinen Vorfahren oder sonst
woher ererbt. Welche Bewandniß es auch mit den müt-
terlichen Erbgütern und Schulden hat,
§.4.
Unter dem erkoberten oder errungenenr
Tute wird verstanden: alles was binnen der Ehe auS
denen durch gemeinschaftlichen Fleiß, oder eines der Ehe»
gatten Geschicklichkeit und Kunst zusammen gebrachten
Mitteln angeschafft und beide Eheleute an sich gebracht.
§. 5.
Ob aber, wenn ein Ehegatte ein ererbtes .Gut
während der Ehe verkauft und aus dem - gelößten
Gelbe ein anderes wieder erhandelt, dergleichen Gut vor
rin erkoberteS oder aber ererbtes zu halten, ist hier noch
nicht ausgemacht, und pro und contra gesprochen, auch
bei den Thcilungen nicht überall gleich observirt "worden.
Die Nass. S. O. P. 4. C. 9. §. 4. hält dergleichen
Gut vor ererbt, und will, daß solches demjenigen, welches,
verkauft und woraus der Kaufschilling gelößt ivorden,
gleich gehalten werde, wenn- nicht der eine Ehegatte^
welchem das verkaufte gehörig gewesen, den Kaufbrief
erpreß auf den anderen mit ertendiren..laffcp,.als quf
welchen Fall das erkaufte vor erkobert gehalten werden
sollte.. Welches alles auch seinen hinlänglichen Grund
in haben scheinet.

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