Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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hätte, auch für keine höhere Summe, als die erste Pfand-
schuld beträgt.
Auch seiner Zeitdauer nach ist das abgeleitete Pfand-
recht an das ursprüngliche geknüpft. (§ 75 cit.) Wird
mithin dem ersten Pfandgläubiger Zahlung geleistet, so
erlischt mit dem Pfandrecht überhaupt (§. 55 h. t.)
das Recht des zweiten Pfandinhabers..
A. L. R. I. 19. §. 13.
Dieß fließt aus dem Begriff selbst, ohne daß man
den bloß über den weiteren Versatz bestimmenden §. 133
h. t zu Hülfe zu rufen hat. Tenn die Bedingungen
des ersten Pfandschuldners dürfen nicht verschlimmert
werden; soll ihm die Befugniß zur Zahlung an seinen
persönlichen Gläubiger, und diesem das Recht zur Dis-
position über, seine Forderung genommen werden, so
müßte die Schuld, das nomen, selbst cedirt oder ver-
pfändet seyn. '
Weil der erste Pfandinhaber bei der Verwahrung
culpam levem prästire» muß,
A. L. R. I. 20. §. 121.
so muß es auch der zweite, und der erste, als unmittel-
barer Contrahent ist, wofern nicht der Schuldner dem
zweiten Pfandcontract beitritt, dafür verantwortlich Dieß
ergiebt sich von selbst, ohne daß man auf den §. 131.
h. t. zu recurriren braucht oder bei unserem Institut
diese Vorschrift, welche bei ungenehmigtem und also ver-
botenem Versatz der Sache selbst den ersten Pfand-
gläubiger für den casus verantwortlich macht, anwenden
darf.
Daß übrigens der Pfandinhaber, welcher ohne be-

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