Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

3

Theil daher rührt, daß die verschiedenen Rechtsverhält-
nisse, welche durch die Correalschuld begründet werden,
sich confundirt finde». Zwar hätte eine Vergleichung der
erwähnten Vorschrift der Hypotheken-Ordnung mit den
§§- 521 ff. Tit. 50. der Prozeß-Ordnung, bei richtiger
Entwickelung ihres Grundes und ihres Inhaltes Äber die
wahre Bewandniß der Sache aufklaren müssen. Allein
aus einem höchst seltsamen Mißverständnisse hat man die
Vorschrift des letzteren Gesetzes nicht als Folge eines,
an und für sich zwischen den Gütern bestehenden-Rechts-
Verhältnisses gelten lassen wollen, sondern ihren Grund
lieber in dm besonder» Wirkungen des Concurses aus-
gesucht, wo er doch am wenigsten zu finden ist. "-Denn
rö dürfte schwer halten nachzuweisen, wie doch der Cdn«
curs die Wirkung äußern möge, der Jmmobkliarmasse
eines Gutes Rechte auf dieKaufgeldcr eines andere«
Gutes' zu'- verleihen, die zum Theil den Rechten der dort
eingetragenen Gläubiger Vorgehen, wenn, nicht ein recht-
liches - Verhältnis! zwischen den Gütern, welches diesen
Anspruch begründen kann, schon vor eröffnetem Concurse
eristirte. Der Concurs nämlich modificirt zwar die Grl-
tmdmachung der Ansprüche an den Gemeknschuldner wegen
der vorhandenen factischen Unmöglichkeit einer vollstän-
digen und simultanen Befriedigung aller, aber er ändert
die. .rechtliche Natur und die rechtlichen Gegenstände der-
selben nicht. Er giebt zwar der Gesammtheit der Gläu-
biger ein allgemeines Pfandrecht an dem ganzen Ver-
mögen des Cridars, aber er schiebt kein Object, auf
welches, einige Gläubiger, als hypothe'carii,-aug*
schließlich ein bevorzugtes Recht haben, anderen unter,

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer