Full text: Volume (Jg. 5 (1838))

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nur gegen Vergütung des darauf Geleisteten auszuant-
«orten braucht, hat bereits Bvrnemann, a. a. O.
S. 503., gegen Jacob! treffend nachgewiesen, und auch
Gärtner ist mit B. einverstanden.
Im Uebrigen nennen die Gesetze die Gegenstände
des Pfandrechts bald eingebrachte Sachen und Effecten,
bald bloß Effecten, bald Habsrligkeiten, bald Mobilien
und Effecten.
Bornemann, a. a. O. S 507. Note '**)
Was ist nun das, was die Gegenstände unseres
Pfandrechts characteristrt? Tie Antwort ergiebt sich, ohne
daß man die Ausdrücke ängstlich zu pressen braucht, sehr
natürlich dahin. Gegenstand des fraglichen Pfand-
rechts ist:
1) Alles, was überhaupt Faustpfand seyn kann, und
zwar
2) insofern, als es sich insbesondere zu einer naturalen
(nicht bloß symbolischen) Besitzergreifung eignet.
Daher kann Geld nicht als Pfand dienen, weil
es überhaupt, wegen der ausgeschlossenen Di'ndication,
A L. R. l. 15. 8. 45. 1. 20. §. U8.
sich nicht zum pignns eignet. Verschreibungen und
Urkunden sind diesem Pfandrecht nicht unterworfen, weil
sie sich nach der Verordnung vom 9' December 1809
nur symbolisch verpfänden lassen.
Streitig ist die Frage, ob sich das Pfandrecht des
Verpächters auch auf die Früchte des Pächters, die er
vom Pachtgut zieht, erstrecke? Bekanntlich hatte nach
rim. Recht der Verpächter eines praedii rustici, d. h.
tiitti zum Fruchtgewinn bestimmten Grundstückes, rin

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