Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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ben Vermieter als Pfandglänbiger in seiner Gewahrsam
zu halten, stillschweigend zu erkennen gäbe.
A. L. R. l. 7. §,
SJbcr das Gesetz bestimmt ausdrücklich, daß die Uebergabe
des Pfandes in der Regel so geschehe« müsse, daß die
Sache m die körperliche Gewahrsam des Gläubigers
wirklich gelange,
A. 2. R. 1. 20. §. 104.
«nb cs soll namentlich kein Pfandrecht vorhanden seyn,
wenn dre Sache in der Naturalgewahrsam des Schuld,
ners gelassen wird, damit er sie im Name» deS Glä».
bkgers besitze.
Ä. L. R. I. c. §. 105.
Ueberhaupt ist speciell ,'m Gesetz verordnet, in welchen
Fällen durch bloße symbolische Uebergabe ein gültiges
Pfandrecht bestellt werden könne,
A. L. R. l. c. §z. 106. 271—389.
wobei des Pachtverhältnisses nicht gedacht ist, auch Förm.
lichkclten, u. A. Schriftlichkeit, vorgeschriebe» sind, mit
denen sich die bloß stillschweigende Jllation nicht ver.
trägt.
Wollte man in derselben nun dennoch eine symbo,
lischt Uebergabe erkennen, so würde hier, wo dadurch
noch kein Pfandrecht entsteht, in Folge derselben der
Verpächter bloß die Befugniß erhalten, bei dem Richter
auf Ucberlicferung der symbolisch tradirten Sache in
seine Naturalgewahrsam anzutragcn, und erst, wenn dieß
geschehen wäre, würde das Pfandrecht selbst zur Wirk,
samkekt gelangen.
A. r. R. 1. y. §. 107t 108.

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