Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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nehmigte Linie für die wahre gehalten hat; mit
andern Worten: culpa hinsichtlich der Annahme
der Bcsugniß wird überall nicht entschuldigt, wohl
aber geringe oder mäßige culpa bei der Aus-
übung, wenn die Grenzen der Befugniß vorab
genügend festgcstellt sind.
Was ist nun aber in den Fällen, in welchen der
Bauende zurücktreten muß, unter den Worten „bis in-
nerhalb seiner Grenzen," was ist ferner unter
der Bezeichnung „wahre Grenzlinie" in §. 3-52. zu
verstehen? Unbedenklich überall die wahre Grenze der
Grundstücke, da hier nur der Fortbestaud des Gcbäu-
dcs auf fremdem Grund und Boden durch dessen
Erwerbung in Frage ist. Von einem Widerspruche mit
§. 131). u. ff. Tbl. I. Tit. 8. kann bei dem §. 342.
Tbl. I. Tit. 9. gar keine Rede sein, da cS eine überall
nicht hi eh er gehörige Frage ist, ob der Bauende auch
noch auf eigenem Boden zurücktreten müsse. Es fragt
sich hier lediglich, wann muß er bis innerhalb seiner
Grenzen zurückweichcn resp. wann ist ihm der fremde
Boden erworben? Die andere Frage wegen des Zu-
rückweichens von der Grenze bat damit gar keine Ge-
meinschaft und richtet sich nach cigcnthümlichen Grundsätzen,
von welchen sofort unter Nr. III. noch näher die Nede sein
wird.7)
111. Für die Uebcrschrcitung der Baulinie in §. 139. u. ff.
Thl. I. Tit. 8. mit rechtlichem Bestände ist der
§. 43. 2hl. I. Tit. 22. maßgebend, welcher bereits
oben zu Nr. 1. angezogen wurde. Hier wird auch
ohne vorherige Anzeige Seitens des Bauenden
'1 Nack dem hier Bemerkten erledigen sich einfach die Zweifel und
Bedenken a. a. O. dieses Archiv» S. 453. und 454. (zu Nr 2.)
und S. 457. bis 459. lRr. 2. bis zu Ende.)

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