Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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und Boden das Eigenthum der Grundfläche erwerben
könne, und
zum Andern, ob und wie eine Ueberschreitung der
in §. 139. u. ff. Tbl. l. Tit. 6. bestimmten Entfer-
nungen mit Rechtsbestand geschehen könne. Nachdem
wir aber tiefen allgemeinen Ueberblick gewonnen haben,
wollen wir die einzelnen Fragen etwas näher in's Auge
fassen:
I. die Errichtung „für sich selbst bestehender Gebäude"
auf fremdem Grund und Boren und deren Folgen
behandeln die §§. 327 — 340. Thl. I. Tit. 9. deS
A. L. N.
Hier bestimmt nun der §. 332. insbesondere:
Hat der Eigentbümer des Grundes und Bodens um
den Bau gewußt und nicht sogleich, als er davon Nach-
richt erhalten, der Fortsetzung auf eine solche Art, daß
es zur Wissenschaft des Bauenden gelangt ist, wider-
sprochen, so muß er mit der bloßen Entschädigung für
den Grund und Boden sich begnügen.
Nach dieser Vorschrift kann das E i g e n t h u m durch bau-
liche Unternehmungen von der einen und bloßes Stillschwei-
gen von der andern Seite verloren geben. Durch solche
stillschweigende Einwilligung erlöschen nach §. 43. Thl.
I. Tit. 22. des A. L. R. auch
Grunbgerechtigkeiten, „wenn der Berechtigte wis-
sentlich gcschebcn läßt, daß in der verpflichteten Sache
Anstalten und Einrichtungen, welche die Ausübung seines
Rechts geradezu unmöglich machen, getroffen werden.
Durch wissentliches Zulasscn von „Anstalten, welche die
Ausübung seiner Grundgercchtigkeit hindern oder er-
schweren."
werden dagegen nach §. 45. a. a. O. nur Einschräu-
kungen des Rechts begründet, und cs lag auch in den

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