Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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So lange Worte Ausdruck des Gedankens sind, heißt
das nichts anders, als: das Attest bildet den schließenden
Theil des Protokolls. Soll das Attest etwas vom Pro-
tokoll verschiedenes sein, so sagt man nach den Regeln der
deutschen Sprache nicht, daß Protokoll schließt mit dem
Attest, sondern etwa, auf das Protokoll folgt das Attest,
oder auch, wie im §. 32. geschehen ist, unter das Protokoll
ist das Attest zu setzen. In diesem Ausdrucke des §. 32.
findet nun auch das Gebeime Odertribunal den Unterschied
zwischen Protokoll-Attest bestätigt; allein da, wie bereits
bemerkt, der Ausdruck im §. 14. eine Verschiedenheit gar
nicht znläßt, so muß der §. 32. dahin interpretirt werden,
daß er mit §. 14. übercinstimmt, besonders da der §. 14.
rücksichtlich des Ältestes die Hauptvorschrift enthält und der
§. 32. auf ihn verweist, also der §. 32. aus §. 14. nicht
aber der §. 14. aus §. 32. zu erklären ist. Eine solche
Ucbereinstimmung kann auch leicht bewirkt werden, wenn
man in §. 32. die Worte „bis dabin ausgenommen" ein-
schaltet, so daß dasselbe lautet:
das unter das bis dabin aufgeuommcne Protokoll nach
tz. 14. zu setzende Attest re. :c.
welche Einschaltung noch nicht grade für willkührlich ge-
halten werden kann; man sagt z. B. auch das Protokoll
unterschreiben, für: daS bis dahin aufgenommenc Protokoll
unterschreiben da die Unterschrift doch wesentlich zum
Protokoll mitgehört. Der Inhalt der §§. 31. und 32.
steht der Annahme, daß das Attest einen Theil des Pro-
tokolls bilde, nicht entgegen; diese §§.■ stehen in gleicher
Beziehung zu einander, wie die §8. 10. 14. Die Z§. 10.
31. bestimmen, was das Protokoll im Ganzen notbwendig
enthalten müsse. Die §§. 14. und 32. bestimmen, wie
insbesondere ein Theil dieses Protokolls, das Attest als
solches beschaffen sein müsse. Die Versicherung gebärt nicht

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