Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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ten Herzog!, sächsischen Würde und Suceessjonsfähigkeit
einiges weiteres Gehör nicht zu erstatten sei.
cir. hierüber Danz Handbuch des deutschen Privat-
rcchts Bk. 6. p. 22!) scq.; Schnaubert Kom-
mentar des Lchurechts p. 3öO seq.; Klüber Ab-
handlung für Staats- und Rechtswissenschaften
S. 260 seq.
Zu der in der Wahlkapitulation vorbehaltenen nähern
Bestimmung: was eigentlich für eine notorische Mißheirath
zu achten sei, ist cs späterhin nicht gekommen, sondern
man hat sich darauf beschränkt, in ker spätem Wahlkapi-
tulation von 1790 und 1792 die betrcffenve Stelle wie-
der aufzunehmen.
Nach der Veranlassung, durch welche die Bestimmung
in der Wahlkapitulation von 1772 hervorgerufen ist, kann
nur so viel als ausgemacht aiigenommeil werten:
daß die Ehe, welche von einer dem hohen Adel ange-
hörigen Person mit einer Person bürgerlichen Standes
ringegangen wird, für eine Mißheirath zu achten ssei.
Dies nehmen auch die meisten unv bewährtesten Schrift-
steller über das deutsche Privatrecht an.
Zwar hat es nicht an Rechtslehrern gefehlt, welche
behaupten, daß von der Wahlkapitulation von 1742 bei
dem hohen Adel alle Ehen für Mißheirathen anzusehen
wären, welche mit anderen als dem hohen Avel selbst an-
gehörigen Personen geschlossen werden.
Dahin gehören hauptsächlich Estor und Pütt er.
Allein schon die Bestimmung in der Wahlkapitulation er-
gibt deutlich, daß dies damals jedenfalls nicht die Ansicht
der Stände des deutschen Reichs gewesen sei, und eben
so hat dieselbe auch bei den meisten Rechtslehrern jederzeit
den lebhaftesten Widerspruch gefunden, und diese haben
stch nachzuweisen bemühet, daß es an allen haltbaren

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