Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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Außerdem hat Kläger dem Verklagten in der Verhand-
lung vom 20. August 1844 eventuell einen Eid dahin
angetragcn:
«) daß das Augenübel des Pferdes schon vor dem
1. Juni 1842 vorhanden gewesen und das rechte Auge
schon damals erblindet gewesen oder doch nicht wieder
zur völligen Gesundheit hergestellt gewesen sei,
d) daß Verklagter gerade dieses Augenübcls wegen das
Pferd zu verkaufen gesucht und veräußert habe,
<9 daß der Thierarzk H. dem Verklagten erklärt habe,
er solle die Pferde nur los zu werden suchen, weil
das rechte Auge des Pferdes verloren, d. h. er-
blindet sei und das andere ebenfalls in Gefahr stehe.
6) daß das Augcnübel nicht in Folge äußerer Ver-
letzungen, namentlich nicht durch einen Schlag oder
Stoß, sondern nur durch Erhitzung und Verfütte-
rung entstanden sei,
e) daß Verklagter bei Besichtigung des Pferdes den
Augenfehlcr und die Narbe von dem gezogenen Haar-
seile zu verdecken oder zu verheimlichen gesucht, des
Endes seinem Knecht, welcher die Pferde zu dem
Kläger nach B. geführt, ebenfalls die Verdeckung
und Verheimlichung des Fehlers anbefohlen und daß
Verklagter sich mit H. A. über das zur Verdeckung
oder Verheimlichung eines solchen Fehlers erforder-
liche Verhalten und Benehmen berathen habe.
Verklagter hat diese Eideszuschiebung für unzulässig
gehalten, weil darin Urtheile enthalten seien, event. aber
erklärt, den Eid nicht acccptiren, auch nicht zurückichieben
zu wollen, weil er nie auch mit bessern» Gewissen einen
Eid geschworen hätte und schwören würde. In der De-
duktion hat er denselben jedoch acccptirt. Nachdem hier-
auf die beiderseits vorgeschlagenen Zeugen und Sachver-

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