Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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„daß die Hypothek zur Eintragung geeignet sei."
Die Gläubigerin bat nun auf solche Weise das Real-
recht, welches ihr durch die Schuldverschreibung zugcsichert
war, nicht erlangt. Zwar hat sie, wie nicht in Abrede
gestellt wird, das Kapital gezahlt, noch bevor ihr jene
Rekognition zugestellt war, aber es ist solches geschehen,
nachdem ihr von dem Schuldner ein ebenfalls von den
Derllagtcn vollzogenes, in Form eines Hvpothekenscheins
auS^efertigteS Attest vom 14. Mai 1831, mit einem Nach-
trage vom 16. Juli 1834, daß der Schuldenzustand un-
verändert sei, vorgezeigt war, wonach die Gläubigerin
glauben mußte, daß die Regulirung des'Hypothekenwesens
für das Grundstück wirklich erfolgt, auch der Besitztitel für
ihren Schuldner wirklich berichtigt sei. Der Werth des
Grundstücks war darin auf 1000 Thlr. angegeben. und
die von ihr hergegebenen 400 Thlr. hatten, da das schon
eingetragene Jntabulat von 200 Thlr. gleichzeitig gelöscht
wurde, die erste Stelle. Sie mußte also glauben, voll-
ständig gedeckt zu sein.
Dennoch hat sie ein Rcalrecht nicht erlangt; und nach-
dem das Hvpotbekenfolium im Jahre 1837 endlich berich-
tigt worden, hat das Kapital nicht mehr eingetragen wer-
den können, weil sich nun gefunden hat, daß zur Zeit, wo
sie das Darlehn hergab, der Darlehnsnehmer gar nicht
Besitzer des Grundstücks war. An ihren Schuldner, der
dar Geld bekommen bat, kann sie sich nicht halten, da er
bereit» 1840, wo sie nur Zinsen gegen ihn eingeklagt hatte,
unpfandbar war, und zur Zeit als Altsitzer nur die noth-
wendigste Kost und 2'/. Sgr. wöchentlich bezieht. Zufolge
der oben angeführten Gesetzstcllen müssen daher die Ver-
klagten dem Kläger für den Verlust basten, der ihm, resp.
seiner Mutter, dadurch entstanden ist, daß sie durch un«

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