Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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berge unbestritten zustehenden Antheile geltend machen,
und behaupten in der Klage ausdrücklich, dieses Waldstück
bilde einen integrirenden Theil des Haubergs. Nach §. 1.
der erwähnten Haubergsordnung sind die Hauberge ein
«ngetheilteS und untheilbares Gesammt-Eigen-
thum ihrer Besitzer. CS ist ferner nach Lage der Sache
als feststehend anzunehmen, daß Kläger nicht die einzigen
Haubergsintrreffenten sind; vielmehr sind auch viele Ein-
gesessene von Obersetzen an dem dortigen Hauberge bethei-
ligt. Da nun der Gegenstand des Streits nach der Be-
hauptung der Kläger als integrirender Theil des unzweifel-
haft «ntheilbaren Obersetzer HaubergS selbst untheilbar sein
muß, mithin auch die übrigen Haubergsinteressenten außer
den Klägern an diesem Waldstück mitbetheiligt erscheinen,
so müssen die Vorschriften des A. L. R. vom gemeinschaft-
lichen Eigenthum, (Thl. I. Tit. 17.) zur Anwendung kom-
men. §. 10. I. c. sagt aber wörtlich:
»„Kein Theilnehmer kann ohne Beistimmung der übrigen
über die gemeinschaftliche Sache, deren Besitz oder Be-
nutzung gültige Verfügungen treffen.""
Nach der Intention der Kläger ist da- streitige Objekt
als ihnen und den übrigen, nicht klagbar gewordenen Hau^
bergsintereffenten gemeinschaftlich zustehend anzusehen. Daß
aber hier Kläger sich nicht im Besitze und der Benutzung
desselben befinden, vielmehr die verklagte Gemeinde den Besitz
ausübe und die Nutzung ziehe, haben sie selbst in der Klage
zugegeben. Sie bitten darin um Zuerkennung de- Mit-
eigenthums in gewissem Verbältnisse, sowie um Derurthei-
lung zur Herausgabe von Nutzungen. Durch ein Erkennt-
niß pro petilo würde somit eine erhebliche Veränderung
der Besitzes- unv Nutzungs-Verhältnisse hinsichtlich des
TtreitobjektS vorgegangen sein. Die Klage enthält daher
ihrem petito die Znrenrion einer im ä>. 10. I. c, dem
Xin, 3abra«n» H Hett. 25

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