Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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Gründe.
Der am 19. April 1842 verstorbene Handelsmann
Joseph Herz Rose zu Oestinghausen lebte in zwei Ehen,
in erster mit Regina geborne Aron auS Büren, und in
zweiter mit seiner jetzigen Wittwe Bella geborne Gold-
schmidt. In seiner ersten Ehe erzeugte er zwei Kinder,
den jetzigen Handelsmann Aron Rose zu Helminghausen,
und eine Tochter Julie Rose, welche sich später mit
Salomon Griincwald zu Werl verheirathet, und bereits
vor längerer Zeit verstorben ist. Aus der zweiten Ehe
hat er 6 Kinder hinterlassen, welche er nebst seiner Witwe
und dem genannten Ilron Rose mittelst gerichtlichen Testa-
ments üv publioslo «Io 31. Mai 1841 zu seinen Erben
eingesetzt hat.
Seine erste Ehefrau Regina geborne Aron ist ohne
Testament verstorben. Hinsichtlich ihres Nachlasses hat
auch bei seiner Wiederverhcirathung keine Abschichtung oder
Abfindung seiner Kinder erster Ehe stattgefunden.
Hierdurch ist nun der gegenwärtige Rechtsstreit herbei-
geführt. Es sind nämlich gegenwärtig die Erben der Julie
Rose verehelichte Grünewald (Tochter erster Ehe des
Jakob Herz Rose) die Eheleute Salomon Löwenstein
zu Werl und der minderjährige Isaak Grünewald rv8p.
dessen Vormund Philipp Rosenthal daselbst gegen die
oben gedachten testamentarischen Erben des I. M. Rose
auf Theilung des Nachlasses der Regina Rose, welcher,
wie sie angeben, stets in dessen Besitze verblieben ist, so
wie auf Herausgabe deS der Julie Rose gebührenden
Antheils an demselben klagbar geworden.
In der Sache selbst haben die Verklagten sodann auch
die Einrede erhoben, daß nach den sowohl zur Zeit des
Ablebens der Regina Rose als zur Zeit der Verheirathung
der Julie Rose verehelichte Grünewald geltend ge-
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