Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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Tit. 10. §. 3. und Thl. I. Tit. S. 8- 31. wissen, daß
er durch den abgeschlossenen Kontrakt überhaupt nur dann
Eigcntbum erlangen konnte, wenn ein solches seinen Auk-
toren zustand, und diese mit rechtsgültigen Titeln versehen
waren, und daß er sich auch nach diesen resp. nach der
Veränßcrungsbcsugniß derer, mit denen er kontrahirte, zu
erkundigen verpflichtet war.*)
Wenn er also, unbekümmert um den Titel seiner Vor-
besitzer und ohne alle weitere Untersuchung bloß auf Grund
des mit jenen getbätigrcn Kontrakts den Besitz des ihm
da^rrch übertragenen Platzes sich aneignete, so vcrnach-
lätsigte er offenbar die gewöhnliche Aufmerksamkeit eines
vernünftigen Mannes, und ließ sich dadurch die Mangel-
haftigkeit des Erwerbstitels seiner Auktorcn vorausgesetzt,
eine der Unredlichkeit aleichstehende Unvorsichtigkeit zu Schul-
den kommen, conf. Born emanns Svsicmat. Darstel-
lung des Prcuß. Civilrcchts Band II. §. 135.
Mögen diese flüchtigen Andeutungen — mehr sollcit sic
nicht sein — zu gründlichen Forschungen und einer wissen-
schaftlichen Beleuchtung der besprochenen Fragen, Anlaß
geben. Wichtig und interessant genug sind diese Fragen.**)
°) Doch wohl zu gewagt. Man darf das Gewöhnliche, Eigen-
thum des Besitzers, glauben.
I)r. Sommer.
*$) Sicher. Namentlich wird die vrdeiuliche Verjährung der
streitigen Sache gegen §. g. A. G. O. £1)1. 1. Tit. 24. wohl
noch lange von der Mehrzahl unsrer Juristen nicht anerkannt
werden. vr. Sommer.

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