Full text: Volume (Jg. 13 (1848))

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1809 die dem Pfarrer Savels ertbeilte Erlaubmsi, die
in das Waisenhaus aufgenommencn beiden Blensch-i
Kinder im katheliscl'en Glauben zu unterrichten, vom Bn>-
germeister Speck sofort wieder zuriickgenommen, wi eben-
falls unerheblich, da eimStbeils niebt nackgewiesen, ras-
jene Zurücknahme rer katholischen 6temri»re bekannt ge-
worden, andernthcils. wenn diese Kinder katholisch getankt
worden, was nicht ermittelt sei, allerdings einmal katho-
lische Waisen schon ausgenommen worden, harten sie aber
bei ihrer Aufnahme zur reformirten Gemeinde gebärt, die
Verklagten sich offenbar auf diesen ,v.(( nickt 1 ernffn
könnten.
In dieser Instanz hätten nun zwar die Verklagten noch
ausdrücklich behauptet, es seien schon vor mebr als 14
Jahren, selbst vor Erlaß des Bergischen Dekrets vom 3.
,November 1809 Kinder katholischer Eltern zur Aufnahme
angemeldet, die Aufnahme aber verweigert worden, weil
das Waisenhaus ein rcformirtes sei. Allein den Beweis
hätten sie durch die Akten des HoheitssenatS der chema«
ligen Clevischen Regierung nicht führen können. — Ferner
seien 2 Zeugen (Gantenbcrg und Schlegtendahl)
über die geschehene Anmeldung und Abweisung katholischer
Waisen vorgeschlagen, — allein dieselben seien nicht, was
doch hätte geschehen müssen, darüber als Zeugen vorge-
schlagen, daß wenigstens 3 verschiedene Fälle der Anmel-
dung und Abweisung seit 14 Jahren und zwar der erste
im Anfänge der Verjährungsfrist stattgefundcn, weshalb
also ihre Vernehmung überflüssig sei.
Auf das Bcrgische Dekret vom Iabrc 1809 und ob
dasselbe in Duisburg zur Ausführung gediehen, komme es
hiernach nicht weiter an. Die eventuellen Anträge der
Verklagten über das Maaß der Thcilnahmc katholischer
Waisen, welche sie erst in zweiter Instanz erhoben, könn«

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