Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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unter ihr verborgenen Rechten beS Eigenthums eine Form
zu geben, welche ihrem Wesen gemäß ist. Er macht
darauf aufmerksam (S. 231—233.), wie die bisherige
Form zu Ungewißheiten, Erleichterung des Betrugs und
Wuchers führe. Er schlägt (S 234.) vor, bei einer
Umgestaltung dieser Materie den Grundsatz an die Spitze
zu stellen: .
daß durch die Aufhebung der Hypothekenrechte des
Gläubigers, welche in Gemäßheit des §. 520. Tit. 20.
Thl. 1. Allg. L. R., durch Tilgung der Schuld, oder
welche durch Entsagung der Hypothek durch Conso-
lidatkon, Amortisation der Post u. s. f. erfolgt, die
Befugniß des Eigenthümers, über den Werth der Sache
frei, und rücksichlich der nachstehenden Gläubiger prio-
ritätisch, zu verfügen, jedoch Mur in demselben Maaße,
wieder hergrstellt werde, in welchem die Rechte des
abgrfundenen Crcditors dieselbe beschränkten,'
daß aber
diese Befugniß dem Eigenthümer nur so lange zustche,
als die Erkennbarkeit des Werthquantums, von wel-
chem der abgefundene Gläubiger die späteren Creditoren
auszuschließen befugt war, und von welchem jetzt der
Eigenthümer sie auszuschließen berechtigt seyn soll, er-
halten, und dasselbe aus dem Hypothekenbuche erficht-.
lich sey.
Um diese Erkennbarkeit ohne jene Fiction zu er-
halten-, könnte nach des Derfs. Ansicht die Einrichtung
getroffen werden, daß die Hypothek des bisherigen Gläu-
bigers im Hypothekenbuche gelöscht, dabei aber der Ver-
merk eingetragen würde, daß nach dem Willen des Ei-
genthümers diese Löschung' den nachstehenden Creditoren
nicht zu Gute kommen solle, ihm vielmehr das Recht
Vorbehalten bleibe, über den entsprechenden Betrag des
Werthes des Grundstückes, als über ein freies, vdn ihren
dinglichen Rechten nicht afficirtes, Vermögensobjekt, durch
Verpfändung oder sonst jede ihm beliebige Verfügung zu
treffen. An dieser Stelle würde dann, wenn der Eigen-

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