Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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allem bei unläugbaren Vorzügen doch auch sehr bedtu-
tende Rückschritte im Verhältm'ß zu den Präjudizien und
der Eventual - Marime des gemeinen Prozesses darstelle
— so ist dagegen die französische Justiz nicht über Nacht
durch einen Befehl des Gesetzgebers entstanden. Sie
wurzelt in alter Geschichte, ist mit der Monarchie groß
geworden und erstarkt, und die Revolution hat verhält«
nißmäßig nur wenig auf sie ekngewirkt. Das Studium
ihrer Geschichte, wie es das vorliegende Werk vermittelt,
muß vorzüglich dahin führen, das bewußtlose mechanische
Neben von Formen zu einem geistigen Geschäfte zu ver-
edeln, und vorzüglich unsere rheinische Juristen, die das
gemeine Recht mit geschichtlichen Sinne studkrt haben,
werden sich hier sehr angenehm angeregt, und ungeahnte
Anknüpfungs-Punkte der französischen Justiz an die deutsche
finden.
Folgendes ist die allgemeine Uebcrsicht des Werks:
Erster Th eil. Historische Einleitung.
Erster Abschnitt. Von der französischen Gerichts-
Verfassung unter den beiden ersten Könkgsgeschlechtern
überhaupt, und von der unter den ersten Königen des
dritten Geschlechts insbclondere; von dem Anfang der
Monarchie bis zur höchsten Ausdehnung der Herrschaft
der Lehnsbarone (ungefähr vom I. 486 — 1108.)
Zweiter Abschnitt. Zustand der Gerichts-Ver-
fassung von dem Zeitpunkt des Wiederauflebens der
königlichen Macht bis zur vollständigen Einrichtung des
Parlaments von Paris.
Anhang: Die Privatkriege.

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