Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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barkeit übertrug er in die zweite Ehe, und vererbte
sie demnach auch auf seine Kinder zweiter 'Ehe,
und so würden demnach auch die Kinder zweiter
Ehe für die während der ersten Ehe kontrahirteu
Jmmobilarschulden haftbar seyn; aber auch selbst
das Vermögen der zweiten Ehegattin haftet für die
Schuld ihres Ehemannes; diese Haftbarkeit nimmt
sie in die folgende Ehe und vererbt sie wieder auf
die Kinder dieser Ehe.
6. Die Schuld rührt aus einer Erbschaft her, welche
dem einem der Ehegatten zufiel.
Auch hier gestalten sich die Verhältnisse wie ad A,
wenn man von dem Grundsätze ausgeht, daß auch die
Schulden einer Erbschaft gemein werden.
Vergegenwärtigeil wir nun, um für diese verschie-
denen Fälle ein leitendes Prinzip zu gewinnen, uns die
Vorschriften unseres Statuts, so finden wir, daß das
letztere drei Hauptmassen anerkennt:
1) Mobilarmasse;
2) Jmmobilar-Errungenschaft;
3) Illata et Oelata immobilia.
Jeder dieser Massen werden besondere Schulden
überwiesen.
Der überlebende Ehegatte erhält die Mobilarmasse,
muß dagegen die Mobilarschulden zahlen. Der Jmmo-
bilar-Errnngenschaft folgen die Jmmobilarschulden der Ehe,
während die ekngebrachte oder ererbte Jmmobilarmasse für
die eingebrachten oder ererbten Jmmobilarschulden hastet.
Würde nun jede Masse zur Deckung der über-
viesenen Schulden hinreichen, und würde ferner jeder

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