Full text: Volume (Jg. 2 (1836))

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ner Appellation nebst 4 Thaler Succumbenzstraft
zur Last zu legen.
Von Rechts Wegen.
Gründe.
I. Die Nichtigkeitsbeschwerde des Verklagten ist als
nicht begründet zu verwerfen u. s. w.
H. Die auf Verletzung eines Rechtsgrundsatzcs und fn$'
besondere auf unrichtige Anwendung der §§. 142. und
143. des Allg. L. R. I. 8. sich stützende Nichtigkeits-
beschwerde des Klägers ist dagegen für begründet an;U-
zunehmen. Das Allg. L. R. a. a. O. verordnet
wörtlich: ->
§. l4l. Uebrigens kann jeder in der Regel auf sekncin
Grund und Boden, so nahe an die Gränze,
und so hoch bauen, als er es für gut findet.
§. 142. Sind jedoch die Fenster des Nachbars, vor
welchen gebaut werden soll, schon seit zehn 3^
ren oder noch länger vorhanden, und die Be-
hältnisse, wo sie sich befinden, haben nur von
dieser Seite her Licht, so muß der neue DaN
so weit zurücktretcn, daß der Nachbar noch aus
den ungeöffneten Fenstern deS unteren Stock-
werks den Himmel erblicken könne.
S. 143. Hat in diesem Falle das Gebäude des Na^
bars, in welchem die Fenster sich befinden,, nach
von einer anderen Seite Licht, so ist eS genug,
wenn der neue Bau nur so weit zurückttitt,
daß der Nachbar aus den ungeöffneten

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